Die Spitzenkandidatin der Linken zur Berliner Abgeordnetenhauswahl sucht eine Wohnung für 1.500 Euro in der Hauptstadt. Seit 7 Jahren findet sie keine.
Das sagte Elif Eralp (45) in einer TV-Sendung vom RBB: „1.500 Euro kann ich bezahlen. Viele Menschen in Berlin können sich das nicht leisten. Aber auch das ist schon schwierig im Moment auf dem Wohnungsmarkt.“
Die Tochter eines Arztes zog 2010 von Hamburg nach Berlin. Seit 2021 ist sie Landtagsabgeordnete in Berlin. Sie studierte Jura, arbeitete aber nie als Anwältin oder Richterin, sondern ging direkt in die Politik.
Die Linke will in Berlin für Wohnungen, die der Stadt gehören, einen Mietendeckel einführen. Außerdem plant sie Vergesellschaftungen und Enteignungen, ein Landesamt für Mieterschutz und mehr „bezahlbaren Neubau“, so Eralp.
Über 8.000 Wohnungen zur Auswahl
Mit einem Budget von 1.500 Euro liegt die Politikerin als Besserverdienende in der Stadt in einem Segment, in dem sie gute Chancen hat, eine 60- bis 80-Quadratmeter-Wohnung zu bekommen.
Eine Stichprobe zeigt: Am 12. September 2026 werden auf der Immobilienplattform Immoscout 8.523 Wohnungen bis 1.500 Euro Wammiete angeboten. Wenn Elif Eralp ihr Budget als Kaltmiete ansieht, sind es sogar 9.866 Angebote. Wenn sie darauf verzichtet, in Szene-Bezirken wie Mitte, Prenzlauer Berg oder Kreuzberg zu wohnen, hat sie gute Chancen auf bis zu 100 Quadratmeter Wohnfläche.
Aussicht auf höchstes Amt
Am 20. September 2026 wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Den Meinungsforschern zufolge wird die SED-Nachfolgepartei die stärkste Kraft mit 23 Prozent. Wenn die Linke zusammen mit Grünen und SPD eine Mehrheit erreicht, hat Elif Eralp gute Aussichten, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden.